Die gestickte Welt 2011 in Kläden
russ. Künstlerin Anna Ryabchevskaya
Ausstellung vom engl. Künstler Edwin Walker
Theaterstück: On Standby
Die gestickte Welt
Zukünftiges Projekt
Online Galerie Teil 1
Online Galerie Teil 2
Chinesische Stickerei im Besucherzentrum des Fasanenschlösschens in Moritzburg
Malerei und Textil von Frau Wang Lan
 

Englischsprachiges Theaterstück: ON Standby



Das Theaterstück wird am Sonntag, dem 16.11.2008, 19.30 Uhr und am Montag, dem 17.11.2008, 13.00 Uhr im Theater der Altmark Stendal im Kleinen Haus aufgeführt.
Kartenreservierungen sind unter der Telefonnummer: 03931/ 635 777 bei der Theaterkasse möglich.

„ How many nights can you go without sleep?”



Jack hasn’t slept in twenty- one days. He wanders through a city that’s on edge, having surreal encounters, thinking and listening. As the night goes on, he becomes increasingly baffled by the people he meets and their stories. Like Jack, you will be left wondering what is to be believed, and how much you can trust your own ears and eyes.


ON Standby spielt in und um Londons City und ist eine Gradwanderung zwischen der traumhaften Atmosphäre eines Mondspaziergangs und der furchtbaren Realität des Lärms, der Dunstwolken und des künstlichen Lichts welches uns Großstädter wach hält bis in die Unendlichkeit der Nacht.
In einer Verschmelzung aus erzählten Geschichten, Musik und Film, erzählt Elliott’s Orchestra die Geschichte einer Stadt im Absturz, wahrgenommen durch die Augen eines ewig Schlaflosen.
Es ist teilweise inspiriert von lebensechten Geschichten von Schlafstörungen und Schlafstarre, teilweise aber auch pure Fiktion auf der Basis von Haruki Murakamis Geschichten bei denen er immer wieder die Grenzen zwischen Magie und Realität auszugrenzen versucht. ON Standby ist ein Versuch der Annäherung an die Gegenwart und greift modern Themen wie Chatrooms und visuelle Computer Welten auf. Auf unserer Bühne verschmilzt die Realität der Zuschauer mit der unserer Darsteller und wirft die Frage zurück ins Publikum wo die Wirklichkeit aufhört und der Wahnsinn beginnt.


ON Standby hat keinen Autor. Vielmehr ist es entstanden durch die Zusammenarbeit eines kreativen Ensembles. Die Geschichte wurde durch Improvisation in den Proben „ersonnen“, und präsentiert damit einmal eine etwas andere Art des Theatermachens.

Elliott’s Orchestra ist eine Londoner Theater Kompanie aus jungen Talenten die zusammen ehrliches und pures Theater gestalten mit dem Blick auf die alltägliche Moderne. Es lässt Theater entstehen durch Zusammenarbeit, bei der jedes Mitglied zur kreativen Leitung des Projekts beiträgt. Wir experimentieren mit anderen Kunstformen und spielen mit Kameras und Computer aus der eine verspielte, intelligente Konstruktion entsteht, die jedes Mal überrascht.


Elliott’s Orchestra wurde gegründet von Regisseur Celine Smith and Produzent Simone Witte. Celine Smith hat ihren Abschluss in Theatre Direktion an der Universität Kent und spezialisierte in experimentellen und zeitgenössischen Theatre. Nach zweijähriger Projektarbeit gründete sie zusammen mit Simone Witte, Elliott’s Orchestra Theatre Company, in 2007.




Englisches Theater
Truppe beeindruckt mit fiktivem Spiel
Von Ulrich Hammer

Stendal. Wenn es noch eines Beweises für das Maxim Gorki zugesprochene Wort bedurfte: ur Schauspielerei braucht man nur einen Spielplatz und zwei Darsteller, die darauf agieren, dann ist der Beleg gelungen. Denn die junge englische Theatergruppe Celliotts orchestra bedurfte am Montagnachmittag – eine weitere Vorstellung war bereits am Sonntag über die Bühne gegangen – im Kleinen Haus des Theaters der Altmark für ihr Spiel On standby für vier Darsteller eben mal vier Stühle und den nackten Bühnenboden, um sich verständlich zu machen.

Ihre Geschichte, erzählt und gespielt von jeweils zwei Dialogpartnern, bringt fiktive und reale Begebenheiten eines jungen Mannes auf die Bühne, den es 21 Tage und Nächte ohne Schlaf umhertreibt. Seine eigenen Probleme und die der anderen werden miteinander konfrontiert und vielfach mit schwarzem englischen Humor kommentiert.
Anthony Morrisse, unser junger Mann, geht dabei durch Fiktion, die Werbespots als Wirklichkeit verkaufen möchten, verwickelt sich ausweglos in Gewalt und muss erkennen, dass auch nicht weiterführt, die Augen vor der Wirklichkeit zu verschließen. Nur ein eigener fester Standpunkt im Leben hilft weiter.

Ihm zur Seite stehen Maurice Hunt als Busfahrer und Kathie Farquhar, fiktive Möglichkeiten aus psychologischer Sicht verbreitend, sowie Maeve O’Neill, die von ihren Mädchenträumen berichtet.
Musik, Violineinspielungen von Geraldin McEwan und Robert Atwood treffen zusammen mit Jagan Sampaths rhythmischem Gestus. Abgerissene Themenfetzen und Filmspots verschmelzen mit dem Geschehen. Sie illustrieren modernes Theater, bleiben aber gleichwohl Staffage im Theater um Fiktion und Wirklichkeit.

Sicher haben die jungen Zuschauer nicht bis in alle Einzelheiten den Text verstanden, der Handlung zu folgen war durch das Spiel, das aus der Improvisation in der Gruppe im Probenprozess geboren wurde, dennoch jedem verständlich.
Zwar kam ein beabsichtigter Workshop Improvisation mit Zuschauern nicht in Gang, aber die Gruppe sollte mit ihrer Darbietung sowohl am Vorabend Hochschüler als auch am Montagnachmittag die Gymnasiasten erreicht und sie zum Nachdenken angeregt haben.



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Dokument erstellt am 19.11.2008 um 06:06:10 Uhr
Erscheinungsdatum 19.11.2008 | Ausgabe: sdl
URL: http://www.volksstimme.de/vsm/nachrichten/lokalausgaben/stendal/?em_cnt=1226012

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